Vertretung in Haftsachen (U-Haft, Strafhaft, Unterbringung)

Untersuchungshaft, einstweilige Unterbringung, Strafhaft, Ersatzfreiheitsstrafe, pp.

Vertretung in Haftangelegenheiten

Im Strafrecht gibt es diverse freiheitsentziehende Maßnahmen, ua.:

  • Untersuchungshaft
  • Haft gem. § 230 II StPO (bei unentschuldigtem Ausbleiben im Hauptverhandlungstermin)
  • einstweilige Unterbringung
  • Strafhaft
  • Ersatzfreiheitsstrafe
  • Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus (§§ 63, 67 StGB)

Obwohl der Zweck der oben genannten Maßnahmen jeweils unterschiedlich sein mag und auch die jeweiligen Voraussetzungen variieren, haben doch all diese Maßnahmen eines gemein:
sie entledigen den Betroffenen seiner Freiheit.
Dadurch wird naturgemäß auch dessen Möglichkeit eingeschränkt, sich angemessen zu verteidigen bzw. - etwa bei Strafhaft oder Ersatzfreiheitsstrafe - sich adäquat zu vertreten.

U-Haft / Notwendige Verteidigung

Haftbefehl © S. Herminghaus 2012In vielen Fällen, in denen Untersuchungshaft (U-Haft) angeordnet wird, ist nicht unbedingt ein besonders schwerwiegender Tatvorwurf ausschlaggebend. In der Regel liegen die Gründe für die Anordnung eher in den persönlichen Verhältnissen des Betroffenen. Meistens fehlt es an einem festen Wohnsitz in der BRD - betroffen sind hiervon in erster Linie ausländische Beschuldigte, die sich nur vorübergehend in Deutschland aufhalten. Ebenfalls häufig betroffen sind davon auch obdachlose Menschen, bei denen aufgrund ihrer Wohnungslosigkeit auch in Fällen von kleiner und mittlerer Kriminalität der Haftgrund der Fluchtgefahr erfahrungsgemäß eher angenommen wird.
Selbstverständlich gibt es andererseits auch Fälle, in denen allein wegen einer besonders hohen Straferwartung (etwa bei Kapitaldelikten) - trotz fester Wohnverhältnisse - eine Fluchtgefahr bejaht wird.
Egal, worin letztlich der Grund für die Haft besteht: die Vertretung durch einen Anwalt, der bereits eine gewisse Erfahrung mit derartigen Fällen aufweist, ist vor allem bei Untersuchungshaft (bzw. einstweiliger Unterbringung nach § 126a StPO) - besonders wichtig.
Der Gesetzgeber hat diesem Umstand dadurch Rechnung getragen, dass in derartigen Fällen eine Verteidigerbestellung als notwendig erachtet wird (§ 140 Abs. 1 Nr 4 StPO).
Sie haben dabei das Recht, umgehend einen Anwalt Ihrer Wahl zu benennen, der Ihnen dann i.d.R. auch als Pflichtverteidiger beigeordnet wird.
Als Mitglied der Vereinigung Berliner Strafverteidiger e.V. übernehme ich Ihre Verteidigung in solchen Fällen natürlich gerne.

Im Falle der U-Haft besteht die Möglichkeit, gegen den zugrundeliegenden Haftbefehl mit der Haftbeschwerde oder einem Antrag auf Haftprüfung vorzugehen. Auf diesem Weg kann ggf. erreicht werden, dass der Haftbefehl aufgehoben bzw. außer Vollzug gesetzt wird (zB. gegen Auflagen).
Wichtig ist in Haftsachen ebenfalls, durch Koordination mit dem zuständigen Gericht - für den Fall, dass der Haftbefehl nicht "aus der Welt zu schaffen" ist und eine Anklage zur Hauptverhandlung zugelassen wird - auf eine möglichst schnelle Terminierung hinzuwirken.

  • In Notfällen (zB. vorläufige Festnahme) erreichen Sie mich auch unter: 0173 425 75 54

Autor: S. Herminghaus

Hinweis: Sämtliche obenstehende Ausführungen sind rein informatorischer Natur und ersetzen in keinem Fall eine individuelle rechtliche Beratung/Vertretung durch einen Rechtsanwalt.