Strafrecht – Strafverteidigung & anwaltliche Vertretung in Strafsachen – Berlin

Rechtsanwaltskanzlei Herminghaus, Strafverteidiger Berlin-Moabit
– Verteidigung in Strafsachen (allg. Strafrecht, Jugendstrafrecht, BtM, pp.) –

Willkommen auf den Seiten meiner Kanzlei in Berlin-Moabit.
Unabhängig davon, ob Sie Beschuldigter in einem Strafverfahren sind, Verletzter oder Zeuge: als Anwalt mit mehrjähriger Arbeitserfahrung auf dem Gebiet des Strafrechts vertrete ich Sie vor den Berliner Gerichten in Strafverfahren jeder Art (Strafverteidigung, Nebenklage, Zeugenbeistand). Außerdem übernehme ich auch gerne Ihre Terminsvertretung in Strafsachen und Bußgeldverfahren.
Rechtsanwalt Herminghaus, Strafrecht - Anwalt Strafverteidiger, Berlin

Kanzlei Berlin (Moabit)

Meine Kanzlei befindet sich in einer Bürogemeinschaft in der Kirchstraße - direkt gegenüber vom Amtsgericht Tiergarten, sowie der Staats- und Amtsanwaltschaft in Berlin-Moabit. Die günstige Lage der Kanzlei in unmittelbarer Nähe zum Komplex des Kriminalgerichts (AG Tiergarten, LG Berlin, Staatsanwaltschaft) und der JVA Moabit ermöglicht eine rasche Kontaktaufnahme zu diesen Institutionen und die auch kurzfristige Wahrnehmung von Terminen wie Vorführungen, Haftprüfungen, Haftbesuchen, Akteneinsicht usw.. Wesentlicher Arbeitsbereich meiner Kanzlei ist das Strafrecht - also die Strafverteidigung und die Vertretung in Strafsachen (zB. als Nebenkläger).
Als Rechtsanwalt in Berlin vertrete ich Sie daneben selbstverständlich auch in sonstigen Angelegenheiten - wie etwa Bußgeldverfahren (zB. bei Verkehrsverstößen etc.).
Egal, ob Sie eine Ladung zur Beschuldigtenvernehmung, einen Strafbefehl, oder gar eine Anklageschrift erhalten, sollten Sie daher - wie bereits eingangs erwähnt - schnell Kontakt zu einem Strafverteidiger aufnehmen, also einem Anwalt der sich schwerpunktmäßig mit Strafrecht befaßt.

Strafverfahren - was tun?

Zweck dieser Seiten ist es nicht, eine strafrechtliche Beratung zu ersetzen.
Wenn Sie eine Ladung zur Vernehmung als Beschuldigter oder Zeuge, eine Anklageschrift oder einen Strafbefehl erhalten haben, empfehle ich jedoch, umgehend Kontakt zu mir aufzunehmen. Dies gilt auch für den Fall, dass Sie eine Anzeige erstatten möchten, sich zuvor jedoch über die möglichen Folgen beraten lassen wollen. Denn eine Anzeige kann man in Deutschland - entgegen der leider weitverbreiteten Annahme - nicht »zurücknehmen«.
Zwar besteht bei sog. Antragsdelikten die Möglichkeit, den Strafantrag zurücknehmen; allerdings bedeutet dies nicht zwingend, dass dadurch die weitere Verfolgung der angezeigten Tat in jedem Fall unterbleibt bzw. unmöglich wird. »In der Hand« hat man dies lediglich bei absoluten Antragsdelikten wie zB. Hausfriedensbruch oder Beleidigung.
Die Seiten sollen in erster Linie einen informatorischen Überblick über die verschiedenen Betätigungsfelder eines Rechtsanwaltes im strafrechtlichen Bereich vermitteln und daneben aufzeigen, welche Lebensbereiche von einem Strafverfahren ggf. betroffen sein können.

Strafrecht

Seit Beginn meiner anwaltlichen Tätigkeit gilt mein Hauptaugenmerk dem Strafrecht.
Das Strafrecht zählt zu den wohl unangenehmsten Rechtsgebieten. Demjenigen, der mit einem Strafverfahren in Berührung gelangt (egal ob Beschuldigter oder Zeuge), können empfindliche Folgen bzw. Einschnitte drohen.
Zu denken ist hierbei etwa an:

  • Vernehmungen
  • Durchsuchungen / Beschlagnahme
  • vorläufige Festnahme / Untersuchungshaft
  • Geld-/ und Freiheitsstrafe
  • Entziehung der Fahrerlaubnis und Fahrverbot
  • Verlust bestimmter Rechte (zB. Bekleidung öffentlicher Ämter)
  • Berufsverbote
  • Verlust des gesellschaftlichen Ansehens
  • bleibende körperliche Schäden
  • psychische Belastungen - auch des sozialen Umfeldes
  • der Verlust von Angehörigen oder Freunden

Strafverteidigung in Berlin

Der Tatvorwurf spielt bei der Frage, ob ich Sie als Anwalt in einem strafrechtlichen Verfahren vertrete, grundsätzlich keine Rolle. Ob Unterschlagung, Diebstahl, Betrug, Hehlerei, Raub, Erpressung, Körperverletzung, Sexualdelikte, Totschlag, Mord oder sonstige Taten - ich mache die Frage, ob ich Ihre rechtliche Vertretung als Strafverteidiger übernehme nicht von den Ihnen zur Last gelegten Delikten abhängig.
Zum einen gilt nämlich für jede Person der Grundsatz der Unschuldsvermutung. Zum anderen hat der Verteidiger die Aufgabe, im Strafprozess eine parteiische Rolle zugunsten des Mandanten / der Mandantin auszuüben und dafür zu Sorgen, dass dessen bzw. deren Rechte gewahrt werden - unabhängig davon, wie der Tatvorwurf lauten mag.
Hinzu kommt, dass eine strafrechtliche "Erfassung" mit einer Achtungsabnahme im sozialen und beruflichen Umfeld einhergehen kann, so dass auch deshalb eine strafrechtliche Verteidigung durch einen Anwalt sinnvoll ist. Dies gilt gerade bei solchen Tatvorwürfen, die allgemeinhin als besonders rufschädigend angesehen werden (wie Tötungs- und Sexualdelikte).

Rechtsanwalt kontaktieren

Eine frühstmögliche rechtliche Beratung / Vertretung ist in strafrechtlichen Angelegenheiten äußerst ratsam.
Der Beschuldigte kann sich in jedem Verfahrensstadium eines Verteidigers seiner Wahl bedienen. Dies ist schon im Ermittlungsverfahren oftmals wichtig, da dort bereits viele Weichen für den weiteren Verfahrensfortgang gestellt werden.
Sofern das Ermittlungsverfahren nicht ohnehin mangels hinreichenden Tatverdachts nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt wird, kann ein Anwalt bei geringfügigen Verfehlungen durch frühzeitige Kontaktaufnahme zur Amts- oder Staatsanwaltschaft darauf hinwirken, dass das Ermittlungsverfahren statt mit einem Antrag auf Erlaß eines Strafbefehls mit einer Einstellung nach den §§ 153 ff. StPO zum Abschluß gebracht wird.
Doch selbst nach Anklageerhebung (im Zwischenverfahren) besteht uU. noch die Möglichkeit, das Hauptverfahren abzuwenden und dem Mandanten/der Mandantin auf diese Weise die - zumeist als äußerst unangenehm empfundene - drohende Hauptverhandlung zu ersparen.

Jeder Beschuldigte hat das Recht auf eine effektive Durchsetzung und den Schutz seiner Rechte, wozu vor allem die Verteidigung durch einen Rechtsanwalt zählt. Erst nach einer rechtskräftigen Verurteilung ist die Schuld des Angeklagten erwiesen. Erst dann wird er zum Täter im strafrechtlichen Sinne. Liegen die Voraussetzungen für eine Verurteilung dagegen nicht vor - muss der Angeklagte freigesprochen werden.
Solange diese Fragen nicht geklärt sind, gilt die Unschuldsvermutung.

Pflichtverteidiger (Notwendige Verteidigung)

Unter bestimmten Voraussetzungen kommt es in Strafverfahren vor, dass ein Fall der notwendigen Verteidigung gegeben ist. Dies bedeutet, dass auf Ihrer Seite die Mitwirkung einer zur Verteidigung befähigten Person - in der Regel ist dies ein Rechtsanwalt - erforderlich ist und Sie sich nicht selbst verteidigen dürfen. Ein Fall der notwendigen Verteidigung besteht beispielsweise in folgenden Situationen

  • Anklageerhebung zum Landgericht / Kammergericht (als Eingangsinstanz)
  • Verbrechensvorwurf (zB. Raub, Räuberische Erpressung, Totschlag, Mord)
  • Inhaftierung aufgrund eines Haftbefehls (U-Haft)
  • generell bei schwieriger Sach- und / oder Rechtslage
  • i.d.R bei Straferwartung von mehr als einem Jahr Freiheitsstrafe
  • wenn aufgrund der neuerlichen Tat Bewährungswiderruf droht
  • im Strafbefehlsverfahren - wenn Freiheitsstrafe (bis max. 1 Jahr zur Bewährung) verhängt werden soll (§ 407 I 2 StPO)

In diesem Fall erhalten Sie vom Gericht einen entsprechenden Hinweis - verbunden mit der Aufforderung - innerhalb einer vom Gericht festgelegten Frist einen Verteidiger ihrer Wahl zu benennen. Sollten Sie bereits einen Wahlverteidiger haben, kann dieser ebenfalls beantragen Ihnen beigeordnet zu werden. Das Gericht wird Ihnen dann in der Regel den von Ihnen benannten Verteidiger als Pflichtverteidiger beiordnen.

Muß man sich verteidigen lassen?
Soweit ein Fall der notwendigen Verteidigung (vgl. § 140 StPO) gegeben ist lautet die Antwort ja – denn es handelt sich dabei um eine zwingende Verfahrensvorschrift, so dass man in diesem Fall auf einen Rechtsbeistand nicht verzichten kann.
Sofern ein Pflichtverteidger bestellt wird, übernimmt dann zunächst die Staatskasse die dadurch entstehenden Kosten. Ob Sie die Verfahrenskosten, sowie die Anwaltsgebühren und -auslagen letztlich selbst tragen (d.h.: erstatten) müssen, hängt maßgeblich vom Verfahrensausgang ab.

Täter- bzw. tatabhängige Besonderheiten (zB. Jugendliche / BtM-Straftaten)

Das Straf- bzw. Strafverfahrensrecht weist zahlreiche Besonderheiten auf. Dies kann entweder mit der Person des Beschuldigten und/oder der Art des Tatvorwurfes zusammenhängen.
Soweit es den Beschuldigten betrifft, kann bspw. aufgrund seines Alters Jugendstrafrecht in Betracht kommen (siehe hier). Bei Drogendelikten (sog. BtM-Delikten) bzw. Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) oder solchen Taten, die mit Drogen im Zusammenhang stehen (zB. Drogenkonsum -> Beschaffungskriminalität), können daneben spezielle Regelungen zur Anwendung kommen.

Konzentrierte Zuständigkeit für Strafsachen

Gegenüber anderen Bundesländern besteht in Berlin ein wesentlicher verfahrensrechtlicher Unterschied darin, dass hier zentral das Amtsgericht Tiergarten in Berlin-Moabit für die meisten strafrechtlichen Verfahren zuständig ist. Auch die Abteilungen des Landgerichts Berlin für Strafsachen, sowie die Berliner Staatsanwaltschaft sind im Komplex des Kriminalgerichts in Moabit untergebracht.
Das Amtsgericht Tiergarten besitzt daneben auch "Außenposten" - wie etwa das Bereitschaftsgericht und das Schnellgericht. Diese befinden sich am Tempelhofer Damm (nahe dem Platz der Luftbrücke) - werden aber auch als Amtsgericht Tiergarten bezeichnet.

Kosten

Die Kosten und Auslagen, die für die anwaltliche Tätigkeit anfallen, ergeben sich entweder aufgrund einer gesonderten Vergütungsvereinbarung (§§ 3a, 4 Rechtsanwaltsvergütungsgesetz [RVG]), oder aus den jeweiligen Gebührentatbeständen des RVG.

  • Pauschalvergütung

    Sofern eine Vergütungsvereinbarung getroffen wird, ist es üblich, eine Pauschalvergütung für das gesamte Verfahren oder einzelne Verfahrensabschnitte zu vereinbaren. Möglich ist ferner eine Vereinbarung nach Zeitaufwand. Daneben fallen dann lediglich noch etwaige Kopierkosten, eine Telekommunikations- und Postpauschale, sowie die Umsatzssteuer auf die gesamte Vergütung an.

  • Erstberatung

    Die Kosten für eine anwaltliche Erstberatung betragen gem. §34 Abs. 1 RVG bei Vebrauchern grundsätzlich höchstens 190,- EUR. Dieser Betrag wird aber ggf. - sofern es darüber hinaus in derselben Sache zu einer weiteren Tätigkeit kommt - gem. § 34 Abs. 2 RVG angerechnet.

  • Rechtsschutzversicherung - Deckungszusage

    Sofern Sie rechtsschutzversichert sind, besteht die Möglichkeit, dass Ihre Versicherung etwaige Kosten, die zB. durch die anwaltliche Beauftragung entstehen, übernimmt. Erforderlich ist dazu ein entsprechender Antrag auf Deckungszusage bei Ihrem Versicherer, den ich selbstverständlich gern für Sie übernehmen kann.

    Anzumerken ist allerdings, dass Rechtsschutzversicherungen die Kosten bei Strafsachen in der Regel meist nur übernehmen, wenn es sich um ein Delikt handelt, das auch fahrlässig begangen werden kann.

Autor: S. Herminghaus

Hinweis: Sämtliche obenstehende Ausführungen sind rein informatorischer Natur und ersetzen in keinem Fall eine individuelle rechtliche Beratung/Vertretung durch einen Rechtsanwalt.